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Projektreferenz LAVA

Kunde ADAC–Allgemeiner Deutscher Automobilclub
Branche Automobilclub
kommerzielle Tochterfirmen, u.a. Versicherungen
Größe Mitglieder:   14,7 Millionen (Stand: 2003)
Mitarbeiter:  6700 (Stand: 2003)
Einnahmen: 1,2 Mrd.€ in 2001 (484 Mio.über Mitgliedsbeitr., rund 730 Mio.€über Versicherungsbeiträge)
   
Ausgangssituation beim Kunden

Der ADAC versorgt seine Mitglieder mit den unterschiedlichsten Leistungen rund um das Thema Mobilität. Viele Leistungen aus Mitgliedschaft, Schutzbrief-Versicherung, Hersteller-Garantien, Auslandskrankenversicherung, Rechtschutz, etc., ziehen Abrechnungsvorgänge nach sich. Diese wurden in zwei separaten Altsystemen erfasst. Damit wurde die Gesamtleistung selbst bei einfacheren Konstellationenüber mehrere Systeme verwaltet ohne die Chance einer Gesamtsicht auf den Schaden oder gar den Kunden.

So entstand die Forderung, ein zentrales Schadenabrechnungs- und Informationssystem für alle vorhandenen , aber auch allen denkbaren weiteren Sparten zu entwickeln. Mit der Einführung im Jahre 1995 und seither ständigen Weiterentwicklung dieser Leistungsabrechnung der Versicherungen des ADAC (LAVA), wurden nach und nach die Altsysteme zur Leistungsabrechnung abgelöst. Neben der primären Funktionen der Schadenbearbeitung und–abrechnung sollte das LAVA-System auch eine Reihe von hilfreichen Service-Funktionen (z.B. Matchen, Korrespondenz, Hilfe-System, Vertrags- und Organisationsauskünfte etc.) zur Verfügung stellen.
   
Warum hat sich der Kunde für SPECTRUM entschieden?

SPECTRUM hat in den Jahren 1990–1993 in mehreren Schritten das vorhandene alte Schadensystem für die Rechtsschutzversicherung durch ein Neusystem abgelöst und damit auch beim ADAC Schadenkompetenz bewiesen. Zusätzlich gilt SPECTRUM beim ADAC als zuverlässiger und langjährig erprobter Partner, der seit Ende 1986 im Hause präsent ist. Dieüber die Jahre angesammelte Erfahrung mit der Anwendungslandschaft des ADAC und seiner organisatorischen Strukturen waren der Anlass, auch bei diesem Projekt mit vielen Schnittstellen im Haus wieder mit SPECTRUM zusammenzuarbeiten.
   
Leistungen von SPECTRUM
  • Projektleitung / Projektmanagement
  • Mitarbeit am Fachkonzept
  • Mitarbeit am technischen Konzept
  • Realisierung
  • Dokumentation
  • Schulung der Sachbearbeiter
  • Wartung
  • Weiterentwicklung
 
Projektbeschreibung

Wichtige Meilensteine des Projekts:
  • Ablösung des Systems zur Abrechnung der Straßendienstpartner für Mitgliedsleistungen Anfang 1995 inklusive der Migration bzw. Auslagerung der Altschäden.
  • Ablösung des alten Leistungsabrechnungssystems der Schutzbriefversicherung zum 1.7.1996 inklusive Migration bzw. Auslagerung der Altschäden und Zusammenführung mit den bereits im ersten Schritt migrierten Fällen. Insgesamt wurden ca. 4 Mio Vorschädenübernommen.
In der Folge wurden noch einige funktionale Erweiterungen vorgenommen. Aufgrund der parametrisierten Steuerung, abgelegt in Tabellen, konnten neue ADAC-Produkte wie PlusMitgliedschaft, K-Versicherung, Unfallver­sicherung,... ohne Probleme im Schadensystem integriert werden. Die 3-Schichten-Architektur ermöglichte es z.B. weitere Vertragssysteme auf der Datenschicht zu integrieren und die Dialogführung auf neue Gegebenheiten an­zupassen. Es wurde auch ein asynchroner Massenzugang von Schäden realisiert,über den Partnerfirmen mit Rechnungen mitgelieferte Schadendatenübermitteln und hier nach einerÜberprüfung (Leistungsorganisations­daten, Deckungsdaten,...) im Regelfall automatisch ein Schaden angelegt und reguliert wird. Nur die Kontrollfälle (nach unklarer Sachlage oder zufallsgeneriert) werden noch einer manuellen Behandlung zugeführt.
LAVA ist ein Großrechnersystem und basiert auf einer 3-Schichten-Architektur, bestehend aus einer Präsentationsebene, einer funktionalen Schicht mit der business logic, und der Datenzugriffsschicht. Kommuniziert wirdüber CICS und WebSphere. Die verwendeten Programmiersprachen im LAVA-Umfeld sind PL/1, Assembler, Natural und REXX. Die Datenhaltung erfolgtüber ADABAS, VSAM und DB2.
Die folgende vereinfachte Darstellung skizziert die Architektur:



Die Hauptkomponenten des LAVA-Systems sind ein Dialogteil (Anlage-,Änderungs- u. Auskunftsdialog) mit integrierten Dialogen aus der Leistungsorganisation, Partnerverwaltung, Korrespondenz. Das Geschäftsvorfall­konzept bildet eine logische Klammerüber die einzelnen Funktionen, die verhindert, dass durch unvollständig abgearbeitete Geschäftsvorfälle das Datenmodell verletzt wird. Weiter sind diverse Datenspeicherungs-, Ver­waltungs- und Servicefunktionen vorhanden, ein Batchteil (zur Erstellung von Regulierungsschreiben, Ausgangs­rechnungen etc.) und die Komponente des Berichtswesens. Neben diversen Batch-Schnittstellen zurÜber­nahme von Schadendaten, bestehen weitere Im- und Export-Schnittstellen zu anderen Systemen, von denen LAVA Verarbeitungs- und Entscheidungsinformationen benötigt bzw. Informationen abliefert (zentrale Adressver­waltung, Vertragsverwaltung, Leistungsorganisation, zentrales Inkasso/Exkasso, SAP). Die Anwendungskerne sind auch bei Drittsystemen durch den Datenbankmanager gegen die eigentliche Datenhaltung abgeschottet oder aber die Verbindung findet asynchron, d.h.über einen Batch mit sequentiellem Eingang statt.
Als wesentliche Erweiterung ist aktuell (2003) eine Browser-Oberfläche als Web-Präsentationsschicht geplant.
   
Projektlaufzeit 01.04.1994–1.7.1996 (Entwicklung)
1.7.1996–heute: Weiterentwicklung
Projektvolumen 5 Mio.€ (nur Entwicklung)
   
Nutzen für den Kunden
  • Mandantenfähiges Schadensystem
  • Sparten-übergreifend
  • leichte Erweiterbarkeit um neue Sparten und Produkte (schon mehrfach unter Beweis gestellt)
  • Tabellen-gesteuert
  • Gleiche Funktionen im Batch wie im Dialog, daher ebenso Einzelbearbeitung von Schäden im Dialog möglich wie die automatische Anlage, Deckungsprüfung, Regulierung, Brieferzeugung und Schadenschlußüber einen asynchronen Massenzugang (z.B. aus Datenübertragung von Strassendienstpartnern oder einer Rechnungserfassung)
  • Komfortable, den Sachbearbeiter führende Dialogoberfläche für Einzelbearbeitung
  • Schnelle Massenübernahme im Batch für Standardfälle
  • Ein zentrales System für die Leistungsabrechnung insgesamt, keine Insellösungen
  • Größere Transparenz für die Sachbearbeitung durch ein zentrales Leistungsabrechnungssystem
  • Leichtere Wartbarkeit durch ein einheitliches System
  • Letztendlich besserer Service für die Mitglieder, da alles aus einer Hand
   
Aktuelles
 
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